Geschichte
Der gleichnamige Sohn Karls des Großen gründete 806 zwei Festungen zwischen Elbe und Saale: in Magdeburg und in Halle. Trotz der Zerstörung der Festung Halle 120 Jahre später, blieb der Ort bestehen und als Otto I. das Erzbistum Magdeburg 968 gründete gehörte auch Halle dazu.
Eine erste Erwähnung Halles als Hansestadt ist für den 4. März 1281 belegt. 1528 wird sie offiziell als "abgedankt und abgeschnitten" bezeichnet und war damit endgültig kein Mitglied des hansischen Städtebundes mehr. Seit 2001 ist Halle Mitglied der "Hanse der Neuzeit" (gegründet 1993).
Im Jahr 1478, am 20. September wird Halle (Saale) von Ernst von Magdeburg erobert. Unterstützung fand er dabei bei der innerstädtischen Opposition. Im Zuge dessen wurde die Stadt fast vollständig in die Macht- und Verwaltungsstrukturen des Erzstifts integriert und besaß keinerlei Freiheiten mehr. Die ab 1484 gebaute Moritzburg diente als Zeichen der Eroberung, fungierte als Zwingburg und war Residenz des Landesherrn.
Dezember 1522 konnte Thomas Müntzer am St. Georgen Kloster Glauchau die Position des Kaplans übernehmen. Er blieb bis März 1523. Glauchau ist seit 1817 Teil der Stadt Halle (Saale).
1685 wurde der Barockkomponist Georg Friedrich Händel in Halle (Saale) geboren. Ihm verdankt die Stadt den Beinamen „Händelstadt“.